Schlechtwetter in den Dolomiten: Flexibilität statt starrer Planung

Hallo liebe Bergfreunde,

ich melde mich heute von den Dolomiten, wo ich in den letzten Wochen mit meinen Gästen unterwegs war. Wie ihr vielleicht wisst, war der Mai wettertechnisch leider ein ziemliches Desaster. Dauerregen, Schnee bis in tiefe Lagen und eisige Temperaturen haben uns oft gezwungen, unsere Pläne kurzfristig zu ändern.

Flexibilität und Ortskenntnis sind Trumpf

Anstatt uns auf die bekannten Klettersteige wie den Masare im Rosengartengebiet zu versteifen, haben wir auf alternative Routen ausgewichen. So konnten wir beispielsweise den absolut spektakulären Klettersteig Monte Albano bei Mori nahe dem Gardasee in Angriff nehmen, der für geübte Kletterer ein echtes Highlight darstellt.

Via-Ferrata-Monte-Albano

Für alle, die es etwas gemütlicher angehen wollten, war der Panoramaklettersteig Cima Capi oberhalb von Riva del Garda die perfekte Wahl. Die atemberaubende Aussicht auf den See und die umliegende Bergwelt entschädigte für so manchen verregneten Tag.

Klettersteig-Cima-Capi-Gardasee

 

Plan B und Plan C immer im Hinterkopf

Die wichtigste Lektion, die wir aus diesem Monat gelernt haben, ist die Bedeutung von Flexibilität. In den Bergen kann das Wetter schnell umschlagen und man sollte immer einen Plan B und Plan C in der Tasche haben.

Meine Empfehlung: Informiert euch vor eurer Tour genau über die aktuelle Wetterlage und die Bedingungen am Berg.Seid offen für alternative Routen und scheut euch nicht, eure Pläne kurzfristig zu ändern. Mit etwas Flexibilität und Ortskenntnis könnt ihr auch bei schwierigen Wetterbedingungen unvergessliche Bergerlebnisse erleben.

Euer Bergführer Ulrich Schwingshackl

P.S. In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich euch noch mehr Tipps für die Tourenplanung bei schlechtem Wetter geben.